Sattelunterlage für zufriedene Pferde und Reiter

Foto: Josef Lamm

Foto: Silvia Ahrendt Photographie

Geschichte und Funktion des Woilachs

Über viele Jahrhunderte war der Woilach die Standard Sattelunterlage, egal ob sie beim Militär zum Einsatz kam, oder von den Cowboys verwendet wurde. Die großen, mehrfach gefalteten Wolldecken bieten eine gute Polsterung unter dem Sattel. Der Woilach als Sattelunterlage hat einen weiteren großen Vorteil: Die Reibung, die durch das sich bewegenden Pferd und den auf ihm relativ ruhig liegenden Sattel entsteht, verteilt sich durch die diversen Lagen, so dass es beim Woilach deutlich weniger Reibung zwischen Pferderücken und Sattelunterlage gibt als bei einem einlagigen Pad.
Die dicke Wollschicht nimmt zudem viel Feuchtigkeit auf, ohne dass es zu einem Hitzestau auf dem Pferderücken kommt.
Besonders für Pferde, die den Sattel auf Wanderritten oder ausgedehnten Ausritten lange tragen, ist die mehrlagige, gut polsternde Unterlage wichtig.

Idee des Woilach-Pads

Jeder, der schon einmal mit Woilach geritten ist, kennt auch dessen Nachteile. Besonders bei Pferden mit einer geschwungenen Rückenlinie wirft er gerne Falten. Oder er liegt stramm auf dem Widerrist auf. Der Sattel muss gleich sehr fest gegurtet werden, damit der Woilach nicht nach hinten rutscht. Unter Sättel mit langen Sattelblättern passt der Woilach nicht optimal, um sie vor Schweiß zu schützen. Nicht jede Waschmaschine mag das Volumen eines Woilachs, und nicht jedem Reiter gefällt dessen Optik.

D.A.s Woilach-Pad, entwickelt von Dagmar Gutjahr und Anke Heidrich ist ein Ansatz, die Vorteile von Woilach und regulärem Pad zu verbinden

Nachhaltigkeit

Das Woilach-Pad ist soweit möglich aus Naturmaterial gefertigt, der größte Anteil entfällt auf Wolle. Das Wolltuch der Basislage besteht aus pestizidfreier, nach Ökotex zertifizierter Wolle, die in Deutschland gesponnen und gewebt wird. Der Einlegrand für die Innenlagen besteht aus Leinen oder Baumwolle.
Für die Decklage und die Innenlagen kommt ein sehr dichter Wollfilz zur Verwendung, der sich auch bei intensiver Nutzung erst wesentlich später zusammensitzt als ein regulärer Sattelfilz. Für ein einlagiges Pad wäre das Material zu hart und brettartig. Aufgrund der Mehrlagigkeit passt sich das Pad trotz des festen Materials an die Rückenform an. Das dichte Material gibt dem Reiter das Gefühl, dicht am Pferd zu sitzen.
Ausnahmen bei der Nutzung von reinem Naturmaterial müssen wir beim Klettververschluss und dem Nähgarn machen, das durch einen Polyesteranteil deutlich reißfester ist, sowie der Borte.

Ein weiterer Aspekt der Nachhaltigkeit ist die Option, Einzelteile des Pads zu tauschen, anstatt das komplette Plad zu ersetzen. Alle Elemente des Pads sind als Einzelteile erhältlich.

Design

Die Woilach-Pads werden handwerklich als Einzelstücke hergestellt, daher kann für jeden Sattel eine individuell passendes Pad produziert werden. Auch Besonderheiten, wie ein hoher Widerrist, oder die besondere Form eines Wanderreitsattels können im Schnitt des Pads berücksichtig werden.
Die Pads für englische Sättel bestehen aus Deck- und Basislage und 3 Einlagen, das Westernpad hat 4 Fülllagen.

Für unsere Testpferde haben wir diverse Modelle entwickelt, die unter eine Vielzahl von Sätteln passen.
Die Modelle der Woilach-Pads wurden benannt nach den Pferden, für die sie entwickelt wurden.

Modelle

Danjo: Vielseitigkeit

Baer: Dressur

Dayton: Springen

Silver: Pony

Destinée: Western

Bounty: Trekking

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